„Wer zünden will, muss selbst brennen.“
Rückblick auf das zweite Kleingruppentreffen der Mentor:innen
Am 28. Oktober 2025 trafen sich sechs engagierte Mentor:innen in Chemnitz zum zweiten Kleingruppentreffen – drei Stunden voller Energie, Austausch und Aha-Momente. Im Mittelpunkt standen zwei zentrale Themen, die im Mentoring oft selbstverständlich wirken, aber in der Praxis Tiefgang brauchen: Zielsetzung und Motivation.
Ziele mit Sinn
Nach einem lebendigen Check-in mit unseren „Stolzmacher-Kärtchen“ starteten wir mit einem Impuls zu den feinen, aber entscheidenden Unterschieden zwischen Ziel, Motiv und Zweck. Schnell wurde klar: SMARTe Ziele allein reichen nicht, wenn Sinn und Selbstwirksamkeit fehlen.
Mentor:innen sind keine Zielgeber:innen, sondern Zielspiegel – sie helfen, Fremdziele zu erkennen und die innere Motivation der Mentees sichtbar zu machen.
Austausch mit Tiefgang
Im offenen Gespräch ging es anschließend um persönliche Erfahrungen, Stolperfallen und Haltungsfragen aus dem Mentoring-Alltag. Besonders intensiv wurde über die Anpassung von Zielen und die Bedeutung einer offenen, transparenten Kommunikation diskutiert. Denn Mentoring heißt auch, flexibel auf Entwicklungen zu reagieren.
Motivation: Rhythmus statt Dauerhoch
Nach einer kurzen Pause folgte ein Impuls zu Motivationstypen und -dynamiken. Motivation, so zeigte sich, ist kein Dauerfeuer, sondern ein Rhythmus aus Energiephasen und Durststrecken.
Anhand praxisnaher Beispiele wurden typische Phasen – von der Anfangseuphorie bis zum Realitätsschock – greifbar gemacht. Die Teilnehmenden diskutierten, wie Feedbackrituale, Etappenziele und klare Strukturen Verbindlichkeit fördern können – ohne Druck auszuüben.
Auch reale Fallbeispiele wurden eingebracht: Wo stockte die Motivation? Wie kann man als Mentor:in Halt geben, ohne zu kontrollieren?
Das gemeinsame Fazit:
Nachhaltige Entwicklung braucht Ziele, die Sinn machen – und Strukturen, die Motivation auch durch Durststrecken tragen.
Ausblick
Das nächste Kleingruppentreffen ist bereits in Planung und findet im Januar 2026 statt. Dann steht ein Thema auf der Agenda, das im Mentoring-Alltag oft zur Herausforderung wird: „Delegieren und Nein-Sagen im Mentoring.“
Ein herzliches Dankeschön an alle Mentor:innen für ihr Engagement, ihre Offenheit und die inspirierenden Einblicke.
Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Wiedersehen – und darauf, dass der Funke weiter überspringt!