Erfahrungsaustausch nach der Anfangsphase: Unser Tandem-Workshop am 18. September
In diesem besonderen Workshop-Format hatten erstmals alle Teilnehmenden vom Projekt Leading Ladies die Gelegenheit, sich persönlich kennen zu lernen und miteinander über ihre Mentoring-Erfahrungen ins Gespräch zu kommen – Mentor:innen und Mentees. Die Anfangsphase des Mentorings ist vorbei: ein guter Zeitpunkt, um die bisherige Umsetzung der Themen aus den Qualifizierungs-Workshops einmal Revue passieren zu lassen.
Wie kann die Gestaltung des Mentorings im Tandem aussehen?
Die Gestaltung des Mentorings ist vielfältig – und das kann manchmal verunsichern.
Wie gelingt es den Tandems jeweils, sich im Arbeitsalltag Zeit für die Mentoring-Gespräche einzuräumen? Wie gestalten Mentor:innen die Balance zwischen Ratschläge geben und eigene Lösungen finden lassen? Was hilft Mentees, eigene Ziele einzubringen oder eigene Lösungen zu suchen? Welche kleinen wertschätzenden Gesten im Mentoring können motivieren?
Erfahrungsaustausch in Kleingruppen
In wechselnden Kleingruppen tauschten sich die Teilnehmenden zu diesen und ähnlichen Fragen in vier Themenbereichen aus. Bei dem ersten Block „Kommunikation und Gestaltung der Zusammenarbeit“ brachte es eine der Gruppen auf den Punkt:
„Die anderen kochen auch nur mit Wasser!“
Es folgten zwei Perspektivwechsel-Blöcke. Zunächst berichteten die Mentor:innen und die Mentees stellten Fragen, anschließend war es umgekehrt. Zuletzt stand das Thema „Offenheit und Feedback“ im Fokus.
So hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, die Bandbreite der Gestaltungsmöglichkeiten im Mentoring kennen zu lernen und echte Mentoring-Einblicke aus den anderen Tandems zu gewinnen: „So klappt’s bei uns!“. Sie tauschten sich über ihre Erfahrungen, Unsicherheiten und Erfolge aus der Anfangsphase des Mentorings aus und sammelten konkrete Hinweise und neue Impulse für die weitere Zusammenarbeit.
Was wir mitnehmen
Eine wichtige Erkenntnis: Die genaue Gestaltung der Zusammenarbeit ist variabel. Entscheidend ist, dass Mentor:in und Mentee ihre Zusammenarbeit gemeinsam abstimmen und sich aufeinander einstimmen, so dass die Zusammenarbeit für beide passend ist.
Hierfür sehen die Teilnehmenden vor allem das Vertrauen innerhalb der Mentoring-Beziehung für ausschlaggebend, welche Offenheit von beiden Seiten ermöglicht. Es wurden auch ganz praktische Tipps geteilt, zum Beispiel wie Kommunikation so gestaltet werden kann, dass ein gemeinsames Verständnis entsteht – etwa durch das Erzählen von Geschichten, welche die eigene Perspektive erklären.
Deutlich wurde zudem: Auch wenn es nicht immer eine perfekte Lösung gibt, zählt vor allem das gegenseitige Wohlwollen und die Bereitschaft, den Weg gemeinsam weiterzugehen und die Zusammenarbeit zu gestalten.
Ausblick
Am Ende des Workshops konnten die Teilnehmenden sich einen konkreten eigenen Schritt überlegen, den sie in der nächsten Phase des Mentorings umsetzen wollen. Hierbei steht den Tandems weiterhin bei Bedarf die individuelle Begleitung des Projektteams zur Seite. In der nächsten Phase erwarten die Teilnehmenden außerdem weitere Kleingruppentreffen zu individuellen Führungsthemen sowie neue Gelegenheiten zum Austausch – für Mentees wie auch für Mentor:innen.