Mentor:innen im Fokus: Konflikte begleiten statt eingreifen

| Leading Ladies

Konflikte gehören zum (Arbeits-)Alltag – im Mentoring heißt das: begleiten statt eingreifen. Unser erstes Kleingruppentreffen der Leading Ladies Mentor:innen zeigte, wie Haltung, Struktur und praxisnahe Methoden den Unterschied machen.

 

Am 12. August 2025 fand das erste Kleingruppentreffen unserer Leading Ladies Mentor:innen statt. Drei Stunden lang drehte sich alles um das Thema „Konfliktlösung“ – mit intensivem Austausch, praxisnahen Übungen und vielen persönlichen Aha-Momenten. Sechs engagierte Mentor:innen nutzten die Gelegenheit, Erfahrungen zu teilen, neue Strategien zu erproben und die eigene Haltung in herausfordernden Situationen zu reflektieren.

Konflikte verstehen – nicht nur reagieren

Zum Einstieg standen die Grundlagen im Fokus: Welche Konfliktarten begegnen uns im Mentoring? Und wann droht eine Eskalation? Anhand von Glasls Eskalationsmodell und einer Konfliktanalyse-Matrix ordneten die Teilnehmenden reale Fallbeispiele ein, erkannten Frühwarnzeichen und diskutierten, wie sie im jeweiligen Stadium reagieren oder bewusst nicht eingreifen würden.

Mentoring-Haltung zwischen Abgrenzung und Empathie

Ein zentrales Thema war das Spannungsfeld zwischen Unterstützung und Zurückhaltung. Nach einem fachlichen Input mit praxisnahen Tipps reflektierten die Mentor:innen eigene Situationen, in denen unklar war, ob ein Eingreifen angebracht gewesen wäre. Dabei wurde deutlich: Mentoring bedeutet nicht, Konflikte zu lösen, sondern Klarheit zu schaffen, zu stärken und, wo nötig, gezielt weiterzuverweisen.

Die Harvard-Methode in der Praxis

Im abschließenden Workshop-Block lernten die Teilnehmenden die Harvard-Methode als strukturierte Herangehensweise an Konfliktgespräche kennen. In einem realitätsnahen Fallbeispiel vertieften sie die vier Prinzipien des Modells und erkannten, wie Klarheit, Struktur und Augenhöhe im Gespräch zu neuen Lösungswegen führen können.

Inspiration & nachhaltige Wirkung

Zurück bleibt eine Mentor:innenrunde, die gestärkt, vernetzt und mit neuen Tools ausgestattet ist. Der offene Austausch wurde als besonders bereichernd empfunden und bildet ein solides Fundament, auf dem wir in kommenden Treffen weiter aufbauen.


Mit diesem Format stärken wir nicht nur das methodische Handwerkszeug unserer Mentor:innen, sondern fördern auch einen vertrauensvollen Dialog auf Augenhöhe – für wirksame Mentoringprozesse, die langfristig wirken.