Kommunizieren. Mitgestalten. Durchstarten: Unsere Mentee-Schulung am 19. Juni
Mentee sein – das heißt nicht nur, von den Mentor:innen in Gesprächen von den von ihnen gemachten Erfahrungen zu hören, sondern auch: eigene Ideen einbringen, sich zeigen, ausprobieren, reflektieren - und vor allem die Kommunikation aktiv zu gestalten. Wie das gelingen kann, haben wir in unserer Schulung am 19. Juni erkundet - mit inhaltlichen Impulsen, praxisnahen Übungen und persönlichem Austausch.
Was macht gutes Mentoring aus?
Nachdem sich im letzten Monat unsere engagierten Mentor:innen im Projekt dieser Frage widmeten, waren nun die Mentees ebenfalls an der Reihe: Die Mentee-Schulung fand am 19. Juni im Start-up-Gründerzentrum Chemnit statt.
Aktive Gestaltung: Vorbereitung auf die Rolle als Mentee
Im Mittelpunkt der Schulung stand ein gemeinsames Verständnis für gelingende Mentoring-Beziehungen: Welche zwischen-menschlichen Rahmenbedingungen tragen zu einem gelingenden Mentoring-Prozess bei und welchen Beitrag können Mentees dazu leisten, dass diese bestehen? Welche Möglichkeiten haben Mentees, ihr Mentoring so zu gestalten, dass sie möglichst viel daraus mitnehmen können? In Kleingruppen wurden diese Fragen gemeinsam reflektiert, Erfahrungen ausgetauscht und die wichtigsten Aspekte zusammen getragen. So wurde schnell klar, dass Mentoring viel mehr ist als die einseitige Erfahrungsweitergabe und vielmehr vom gemeinsamen Austausch lebt: Die Mentees bringen Ideen ein, behalten ihre Ziele im Auge, lernen selbstständig, testen die Umsetzung von gemeinsam erarbeiteten Lösungen und sind offen für neue Perspektiven- auch auf sich selbst.
Kommunikation: das wichtigste Werkzeug
In einer solch intensiven Zusammenarbeit wie im Mentoring über einen längeren Veränderungsprozess hinweg ist eine aktive Gestaltung der Kommunikation besonders wichtig. Nach einer Einstiegsübung mit Augenzwinkern („Der Hahn ist nicht tot“ – oder auch: Der Hahn ist während der Übung gestorben..) ging es um die Grundlagen wirksamer Gespräche: Sender-Empfänger-Modell, mehrdeutige Botschaften und verschiedene Arten der Botschaften-Verschlüsselung (z.B. vier Ebenen von Schulz von Thun, Gefühls- oder Situationslage), aktives Zuhören mit Fragetechniken und Paraphrasieren – und es ging vor allem um die Frage, wie Kommunikation im Mentoring verständlich, wertschätzend und zielgerichtet gelingen kann. In praktischen Übungen und mit kollegialem Feedback erarbeiteten wir wichtige Prinzipien für die Gesprächsführung und fanden neue Denkanstöße. So waren sich alle einig, dass der Kommunikation von Lob und Anerkennung oft zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. In der diesbezüglichen Abschlussübung wurde dieser wahrgenommene Missstand mit Begeisterung begradigt und die Mentees verteilten Komplimente aneinander. Obwohl die Mentees sich an dem Tag erst kennen gelernt haben, haben sich sich offen mit ihren Fragen, Gedanken und ihrer Neugier eingebracht und gegenseitig gezeigt und wahrgenommen. Beste Voraussetzungen für das Mentoring!
Und wie geht es weiter?
Neben den 1:1 Austauschen geht es natürlich auch mit den weiteren Formaten vom Projekt Leading Ladies weiter: In vertiefenden Kleingruppentreffen werden die Mentees bald die Gelegenheit haben, sich zu weiteren Themen auszutauschen und Impulse für ihr Mentoring und den Führungsalltag abzuleiten.
Bis dahin hoffen wir, dass die Mentees die vielen Impulse aus dem Workshop in ihr Mentoring mitnehmen können– zum Beispiel zur Bedeutung von Nachfragen für eine gelungene Kommunikation oder zur Rolle der Selbstreflexion im Mentoring-Prozess.
Wir freuen uns auf das nächste Treffen!